Shareholder Value

Beteiligungen AG


Innerer Wert Meldung zum 31.5.2026

Shareholder Value Beteiligungen AG

Der Innere Wert der Shareholder Value Beteiligungen AG belief sich zum 31. Mai 2026 auf 106,90 Euro je Aktie und lag damit 7,09 % unter dem Jahresanfangswert von 115,06 Euro. Gegenüber dem Vormonat ergibt sich jedoch ein deutlicher Anstieg von 3,67 %. Auf Basis des Xetra-Schlusskurses vom 31.05.2026 von 73,50 Euro ergibt sich weiterhin ein signifikanter Abschlag zum Inneren Wert von über 31,2%.

Die größten positiven Wertbeiträge im Mai kamen von den Beteiligungen an secunet Security Networks AG und Sartorius AG. Belastend wirkten hingegen insbesondere die Kursentwicklungen von NielsenIQ sowie FamiCord AG. Nach dem die FamiCord im letzten Jahr ihre Prognose übertroffen hatte, enttäuschte der Ausblick des Managements für das Jahr 2026 die Anleger. Die Prognose geht von einem Umsatzrückgang von -10% bis Umsatzwachstum von rund 3% aus. Dabei soll das EBITDA mehr oder weniger konstant bleiben. Annualisiert man die Ergebnisse des Q1 kommt man aktuell auf ein Umsatzniveau des Vorjahres. Auf Grund des geringen Free-floats und geringen Handelsaktivitäten sehen wir die Aussagekraft des Aktienkurses und den Mehrwert einer Börsennotiz als gering an.  

Im Berichtsmonat wurde zudem eine neue Position in MTU Aero Engines AG aufgebaut. Aus unserer Sicht verfügt MTU über eine außergewöhnlich hohe Visibilität der zukünftigen Geschäftsentwicklung. Aufgrund der weltweit stark gestiegenen Anzahl installierter Triebwerke ergibt sich für die kommenden Jahre ein sehr gut planbares Wachstum im margenstarken Wartungs- und Servicegeschäft. Unser Bewertungsmodell zeigt auf Sicht der nächsten fünf Jahre einen signifikanten Anstieg des Inneren Werts der Gesellschaft. Der erwartete Shareholder Return liegt damit deutlich oberhalb unserer internen Mindestverzinsungsanforderung („Hurdle Rate“).

Bei unserer Beteiligung an Recordati Industria Chimica e Farmaceutica S.p.A. wurde zuletzt ein Übernahmeangebot veröffentlicht. Nach eingehender Analyse werden wir dieses Angebot jedoch nicht annehmen. Aus unserer Sicht reflektiert die gebotene Bewertung den langfristigen Wert und die Qualität der Gesellschaft nicht angemessen.

Unverändert sehen wir im aktuellen Marktumfeld eine außergewöhnlich hohe Bewertungsdifferenz zwischen wenigen stark nachgefragten Großunternehmen – insbesondere mit Bezug auf Artificial Intelligence und die damit verbundene Infrastruktur- und Lieferkette – und einem breiten Universum qualitativ hochwertiger Unternehmen außerhalb dieser Boom-Sektoren. Gerade in diesem Segment ergeben sich aus unserer Sicht attraktive Opportunitäten für langfristig orientierte Investoren, auch wenn die Risiken einer allgemeinen Marktkorrektur nicht vernachlässigt werden dürfen.

Die Erwartungen an die wirtschaftliche Monetarisierung AI-basierter Geschäftsmodelle sind derzeit außerordentlich hoch. Gleichzeitig werden weltweit Investitionen in historischer Größenordnung getätigt – sowohl auf Ebene der Infrastruktur als auch bei Anwendungen und Plattformen. Die aktuell diskutierten milliardenschweren Finanzierungsrunden und potenziellen Börsengänge weiterer Technologie- und AI-Unternehmen unterstreichen die enorme Kapitalzufuhr in diesen Bereich.

Sollte sich herausstellen, dass die Monetarisierung dieser Investitionen langsamer erfolgt als heute vom Markt erwartet, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf die Bewertung zahlreicher Marktsegmente haben. Historisch waren Phasen extrem hoher Kapitalzuflüsse und ambitionierter Zukunftserwartungen häufig mit erhöhten Rückschlagsrisiken verbunden.

Unser Fokus bleibt auf dem Aufbau eines konzentrierten Portfolios aus Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen, starken Marktpositionen und attraktiven langfristigen Renditeaussichten. Dabei investieren wir konsequent dort, wo wir substanzielle Abweichungen zwischen Börsenkurs und innerem Unternehmenswert erkennen.

Im Falle einer Marktkorrektur würden vermutlich nahezu alle Werte temporär in Mitleidenschaft gezogen. Unser Augenmerk liegt deshalb gezielt auf Unternehmen, bei denen eine solche Entwicklung keine nachhaltige Beeinträchtigung des Inneren Werts zur Folge hätte. In einem solchen Szenario würden tiefere Kurse aus unserer Sicht zusätzliche attraktive Kaufgelegenheiten darstellen.

Für Beteiligungen in unserem Portfolio, die diesem Qualitäts- und Renditeprofil nicht mehr entsprechen, prüfen wir weiterhin aktiv strategische Exit-Möglichkeiten. Die Umsetzung solcher Transaktionen gestaltet sich bei kleineren und weniger liquiden Beteiligungen jedoch oftmals deutlich langwieriger, als dies in größeren Marktsegmenten der Fall wäre. Zusätzlich gibt es für einige Positionen rechtliche Restriktionen im Hinblick auf Veräußerungen.

Unser Fokus liegt unverändert darauf, die Portfoliostruktur Schritt für Schritt in Richtung höherer Qualität, besserer Skalierbarkeit und langfristig robuster Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln.

Im Zuge der anstehenden Hauptversammlung am 9. Juni 2026 werden wir über die aktuelle Situation berichten und freuen uns auf den Austausch mit unseren Aktionären.

 

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