Der Innere Wert der Shareholder Value Beteiligungen AG belief sich zum 31. März 2026 auf 101,75 Euro je Aktie und lag damit 11,6% unter dem Jahresanfangswert von 115,06 Euro. Auf Basis des Xetra-Schlusskurses vom 31.3.2026 in Höhe von 71 Euro ergibt sich aktuell ein Abschlag von -30,2% zum Inneren Wert.
Mit einem Plus von etwa 14% seit Anfang des Jahres entwickelten sich die Aktien der Norma SE gegen den Trend positiv. Hier steht die Sondersituation, dass die Firma die Hälfte ihrer Marktkapitalisierung in Form von Aktienrückkäufen an ihre Aktionäre ausschüttet, im Vordergrund. Im Zuge des ersten Aktienrückkaufs haben wir unsere Position zu 16,59 Euro angedient. Ein zweiter Aktienrückkauf über 40% der ausstehenden Aktien soll Anfang Juli 2026 an der Hauptversammlung der Norma beschlossen werden. Dies sollte uns eine weitere Ausstiegsmöglichkeit zu einem sehr attraktiven Preis ermöglichen.
Hauptverlusttreiber für unser Portfolio war im März einmal mehr die Aktie der NIQ. Aufgrund der Sorge um die Obsoleszenz des Geschäftsmodells in Zeiten von Künstlicher Intelligenz „KI“ verlor die Aktie im März rund 15%.
Auch die Aktie der Secunet AG verlor trotz der Vorlage von Rekordzahlen und eines guten Ausblicks rund 7% an Wert. Grund hierfür war die allgemeine Marktkorrektur im Bereich von Softwaretiteln.
Auch unsere Depotwerte Adobe, Rightmove und Intershop sind kursmäßig vor dem Hintergrund der Unsicherheit in Bezug auf KI-Disruptionsrisiken weiter unter Druck gekommen. Die rasante Entwicklung der KI-Modelle beherrscht derzeit die Schlagzeilen und zwingt zunehmend dazu, etablierte Überzeugungen zu überdenken. Eine davon ist die seit langem wahrgenommene Attraktivität kapitalarmer Geschäftsmodelle wie Software, Informationsdienste und digitale Plattformen, die jahrzehntelang kaum oder gar keine physischen Investitionen erforderten, um zu wachsen und eine marktbeherrschende Stellung zu erlangen. Viele dieser Unternehmen sehen sich nun mit einer zunehmenden Skepsis der Investoren hinsichtlich der Nachhaltigkeit ihrer Wettbewerbsvorteile und einer genauen Prüfung ihrer margenstarken Strukturen konfrontiert. Dies führt zu teilweise massiven Kursverlusten und kurzfristiger Volatilität selbst bei den größten, kapitalstärksten Unternehmen. So wie davor Euphorie und Überoptimismus vorgeherrscht haben, so herrscht – nach unserer Einschätzung – im Moment eine Stimmung vor, bei der Softwaretitel – unabhängig von deren tatsächlicher Bedrohungslage – vorsichtshalber aus den Depots eliminiert werden.
Das Phänomen der steigenden Volatilität hat sich unserer Meinung nach in den letzten zehn Jahren verstärkt. Infolgedessen wirkt der Aktienmarkt zeitweise „aus den Fugen geraten“. Das bedeutet, Aktien können kurzfristig auf eine Weise gehandelt werden, die uns völlig irrational erscheint, wenn ein Unternehmen die Erwartungen von Analysten oder Anlegern nicht erfüllt und/oder übertrifft. Dieses Ausmaß der Volatilität ist völlig entkoppelt von den fundamentalen Faktoren und geht weit über das hinaus, was man angesichts der potenziellen Enttäuschung vernünftigerweise als Risiko für den Inneren Wert oder als Wertminderung erwarten könnte.
Wir glauben, dass diese aktuelle Marktdynamik auch auf den stetig wachsenden Anteil des Kapitals zurückzuführen ist, das von hoch verschuldeten Marktteilnehmern kontrolliert wird, die äußerst kurzfristige Ziele verfolgen und Anreize haben oder dazu verpflichtet sind, ihre Positionen aufzulösen, sobald bestimmte Stop-Loss-Schwellenwerte erreicht werden. Zusätzlich wird die Volatilität noch durch den Rückgang des frei handelbaren Aktienvolumens infolge steigender passiver Indexbeteiligungen verstärkt. Dadurch gleichen die kurzfristigen Ausschläge des Aktienmarkts zunehmend einem Casino. Dies steht im Gegensatz zu der eigentlichen Bedeutung einer Aktie, die einen unbefristeten Anteil an einem Unternehmen darstellt, bei dem es sich von Natur aus um einen langfristigen Vermögenswert handelt. Allerdings kann man dieser Entwicklung auch etwas Positives abgewinnen, denn die „vorübergehenden Eigentümer“ schaffen zunehmend Chancen für den geduldigen Anleger mit stabilem Kapital.
Aus diesem Grund fokussiert sich das Team der Shareholder Value Beteiligungen AG weiterhin darauf, wundervolle Unternehmen zu analysieren, die auch in Zukunft gute Margen erwirtschaften können und nicht durch die KI obsolet werden. Dadurch hoffen wir, die sich aktuell bietenden Chancen langfristig zum Wohl unserer Gesellschaft nutzen zu können.
In dieser volatilen Zeit, die von Unsicherheit und Kriegen geprägt ist, danken wir unseren Aktionären für das Vertrauen in die Shareholder Value Beteiligungen AG.