Shareholder Value

Beteiligungen AG


Innerer Wert Meldung zum 28.2.2026

Shareholder Value Beteiligungen AG

Der Innere Wert der Shareholder Value Beteiligungen AG belief sich zum 28. Februar 2026 auf 109,36 Euro je Aktie und lag damit 5% unter dem Jahresanfangswert von 115,06 Euro. Auf Basis des Xetra-Schlusskurses vom 27.2.2026 in Höhe von 79,50 Euro ergibt sich aktuell ein Abschlag von -27,3% zum Inneren Wert.

Nach der sehr erfreulichen Kursentwicklung zu Beginn des Jahres, hat Secunet im Februar die Zugewinne im Zuge der allgemeinen „Software-Baisse“ wieder abgegeben. Der letzte Monat war grundsätzlich stark von einer drastischen Neubewertung von Softwareunternehmen geprägt. Ausgelöst wurde der Vertrauensverlust der Anleger durch die beeindruckenden neuen Fähigkeiten von KI eigenständig Software zu schreiben. „Vibe Coding“ d.h. die Möglichkeit, Software ohne Programmierkenntnisse durch KI sehr schnell und kostengünstig zu erstellen, ist plötzlich in aller Munde. Diese Möglichkeiten haben zu einem tiefgreifenden Vertrauensverlust an den Kapitalmärkten geführt. Unternehmen wie Salesforce, Adobe, SAP und ServiceNow verzeichneten zweistellige Kurseinbrüche (teils bis zu 20 bis 30% innerhalb weniger Wochen). Was als Optimismus für KI-getriebene Produktivität begann, hat sich in eine existenzielle Sorge um die Geschäftsmodelle etablierter Softwarefirmen gewandelt. Investoren hinterfragen zunehmend die langfristige Preisgestaltungsmacht und die Rentabilität klassischer Software-Anbieter.

Was sicher richtig ist: Wenn die Hürden für die Entwicklung maßgeschneiderter Unternehmenslösungen drastisch sinken, verliert der traditionelle „Burggraben“, also der Schutz durch technische Überlegenheit, Netzwerkeffekte usw., vieler Softwareunternehmen an Bedeutung. Produkte, die bisher als unverzichtbare Standardlösungen galten, stehen nun im Wettbewerb in einer Welt, in der Unternehmen Anforderungen zunehmend effizienter und eigenständiger umsetzen können und in der Mitbewerber maßgeschneiderte Software zu Preisen anbieten können, die bisher nicht realisierbar waren.

Andererseits führt diese Unsicherheit auch dazu, dass jetzt von den Anlegern „das Kind mit dem Bade“ ausgeschüttet wird. In der Unsicherheit wird verkauft – oftmals undifferenziert nach Geschäftsmodell. Wir sehen in dieser Entwicklung eine Chance, etablierte Anbieter, denen wir eine weitgehende Verteidigung ihres Geschäftsmodells zutrauen, zu Preisen zu erwerben, die vor einem Jahr noch illusorisch gewesen wären.

Wir haben vor diesem Hintergrund z. B. eine Position in Adobe auf- und ausgebaut. Wir sind nach Analyse der Wertschöpfungs-Positionierung der Überzeugung, dass Adobe das Werkzeug der Wahl für grafische Gestaltungen von Profis bleiben wird. Nicht nur weil alle Betroffenen damit „aufgewachsen sind“, sondern auch weil Adobe sehr tief in die Geschäftsprozesse der Kunden eingebunden ist, über proprietäre Daten verfügt und selbst in der Pole-Position für den Einsatz produktivitätssteigernder KI-Anwendungen für die Kunden ist. Die kritische Frage (und damit das Risiko) ist die Monetarisierung. Eine Softwarelösung, die zu viel mehr Produktivität beim Kunden führt, macht sich zum Teil natürlich auch selbst überflüssig. Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der „Seats“, d.h. die Anzahl der Anwender, die die Software nutzen, zurückgehen wird (weil die verbleibenden so viel produktiver werden). Andererseits gehen wir aber auch davon aus, dass Adobe einen Teil dieses Produktivitätsgewinns auch für sich realisieren kann und nicht nur die Kunden davon profitieren werden. Wir glauben, dass KI-Lösungen nicht mehr primär nach Anzahl der User, sondern nach dem Wert, den sie generieren, d.h. nach Nutzung verrechnet werden.

In Summe sind strategische Gefahren für Adobe natürlich nicht von der Hand zu weisen. Auf der anderen Seite ist die Bewertung jetzt schon so günstig, dass auch mit sehr vorsichtigen Annahmen über fünf Jahre sehr attraktive Renditen zu erwarten sind und wir damit eine sehr solide Sicherheitsmarge haben. Neben Adobe sind wir aktuell im Research für andere von der Software-Krise stark betroffene Anbieter. Darüber werden wir zu einem späteren Zeitpunkt berichten.

Secunet – um wieder auf unser bestehendes Portfolio zurückzukommen – ist teilweise auch in diesen „Software“-Abverkauf geraten. Bei Secunet sehen wir die die Gefahr aber als minimal an. Gerade die neuen Möglichkeiten bergen auch viele neue Sicherheitsrisiken für Software. Secunet ist in der derzeitigen heiklen geopolitischen Lage hervorragend positioniert, um die Geschäftsmöglichkeiten auszubauen.

Negativ zur Entwicklung des Inneren Wertes hat im Februar auch „NIQ – NielsenIQ“ beigetragen. Der Kurs ist von 17 US$ wieder auf 13,3 US$ zurückgekommen. Auch Nielsen IQ wurde von den Unsicherheiten betreffend Software getroffen. Die Ende des Monats veröffentlichten Zahlen waren operativ nicht schlecht, aufgrund der hohen Verschuldung ist das Risiko aber sehr hoch. Aufgrund der Form des Investments – indirekt über die Acceleratio Topco – sind wir leider derzeit nicht eigenständig handlungsfähig. Wir hoffen, dass sich das in absehbarer Zeit ändert.

Einen positiven Beitrag zur Entwicklung des Inneren Wertes im Februar hat Norma SE geleistet. Die Firma hat nach dem erfolgreichen Closing des Wassergeschäftes einen 10-prozentigen Aktienrückkauf zu einem Preis von 16,59 Euro bereits initiiert und angekündigt, weitere 40% der ausstehenden Aktien nach einer im Mai geplanten Hauptversammlung zurückzukaufen. Wir werden unseren Bestand im Rahmen dieser Rückkäufe abbauen.

Den Anstieg der Ölpreise nutzen wir derzeit, um unser Engagement im Öl-/Gas-Bereich abzubauen. Der Fokus der Shareholder Value Beteiligungen AG soll, wie schon länger kommuniziert, im Bereich von Quality-Compoundern liegen. Darauf konzentriert sich unser Research. Der Umbau des Portfolios ist bereits im Gange. Aufgrund rechtlicher sowie liquiditätsbedingter Restriktionen (z.B. bei Agfa, NIQ, Intershop, …) wird dieser Prozess jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Wir danken unseren Aktionären für das Vertrauen in die Shareholder Value Beteiligungen AG.

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